Ende gut?

Die vorletzten beiden Artikel handelten von der Projektwoche und der riesigen Enttäuschung darüber. Ja, nun ist sie seit fast zwei Wochen vorbei (wie die Zeit vergeht~) und am Montag durfte man sich die „Meisterwerke“ ansehen. Dafür gab es am Montag Nachmittag weniger Schule, da eh niemand gekommen wäre, wenn man das außerhalb der obligatorischen Schulzeit veranstaltet hätte. Berechtigt.

Als dann alle versammelt waren, hielt der Lehrer eine kurze Rede (im Hintergrund war das DVD-Menü schon auf der Leinwand sichtbar und HÖRBAR (Dauerschleife)) und sagte, dass die Filme nur reine Schülerprodukte seien und man sie einfach machen ließ. Ich saß wie üblich ganz vorne und „hustete“ dann so laut, dass es alle hören konnten. Der Lehrer ließ ein halblautes „Wenn es dir nicht passt, kannst du gehen“ ab und dann begannen die Filme.

Erst eine Art Dokumentation über die ganze Woche. Untermalt mit stinknormaler Musik (meistens eh nur das, was gerade aktuell ist und im Radio läuft) konnte man 20 Minuten irgendwelche in die Kamera grinsenden Schüler betrachten, die anscheinend viel Spaß hatten. Propaganda im 21. Jahrhundert, denn wie es wirklich war, wissen ja die meisten. Zwischendurch wechselte die stinknormale Musik noch zu anderer stinknormaler Musik. Wahrscheinlich wollte man einfach jeden Schüler draufhaben… Bei den „coolsten“ Schülern jubelte natürlich die ganze Bande an pubertierendem Müll. Was soll’s, meine Ohren sind sich von The Prodigy auf hoher Lautstärke ja einiges gewohnt. Nervte dennoch. HAHAHAHA.

Und dann kamen dann die Filme. „Unser“ Film natürlich zuerst. Ich konnte das erste Mal die geschnittene Version sehen (die ich jetzt auch als DVD hab, nebst meiner Originalversion). „MEIN GOTT EY!! ALLES UNTERMALT MIT BILLIGEN SOUNDEFFEKTEN UND FILTERN!?“ Ich war empört, als plötzlich irgendwelche pseudo-mysteriösen Soundeffekte (Standard-SFX von iMovie) den ohnehin schon grottenschlechten Projektfilm verseuchten, und als dann die Wackelfilter kamen, war für mich Game Over. Ich lachte einfach nur noch den halben Film benommen vor mich hin, weil es so bescheuert war. Ich war so froh, als es endlich zuende war, es war so peinlich…

Dann kamen aber noch die beiden anderen Projektfilme, von zwei anderen Teams, die natürlich nur aus „coolen“ Mitgliedern bestanden… Aber ich hatte Glück, denn die Filme sind eigentlich keinen Deut besser geworden, vielleicht einen Funken kreativer, weil alle dieselben Ideen hatten, aber die Kameraeinstellungen und Szenenwechsel (mit Übergangsfilter, lol) waren dank meiner Film- und Schnittkunst (ich spielte ja nicht mit und konnte mich so nur um diesen Kram kümmern) bei unserem Film um einiges qualitativer.

Irgendwann war es dann vorbei, und plötzlich kam eine Horde Mädchen angerannt mit „Warum hast du nicht mitgespielt? Das wäre viel besser gewesen!“ und ich verspürte zum Ende noch so etwas wie Triumph. The End.

Ach ja, alles, was ich beschrieben habe, ist wahr, außer den erfundenen Sachen eben. Nein, aber ich habe ab und zu übertrieben und mich selber in den Texten aufgespielt, und entschuldige mich noch bei denen, die dabeiwaren und vielleicht aus Versehen über diesen Blog stolpern. So krass war es dann auch nicht und ich mag den Lehrer, der das leitete, eigentlich sehr gerne, auch wenn er die Projektwoche extrem einschränkte.

~ von froschvampir am Mai 29, 2008.

Eine Antwort to “Ende gut?”

  1. Hehe XD. Geil!^^
    Ich bitte um den Upload beider Videos ( also geschnitten und ungeschnitten) auf youtube. Die müssen ja echt verdammt geil sein.

    MfG

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